1982 wollte das Arbeitsamt Luzern Menschen aus der Drogenszene nicht vermitteln. Sie seien schlicht «nicht arbeitsfähig». Claudio Harder dachte anders – und handelte. Er kündigte seinen Job, obwohl er gerade Vater geworden war. Nicht wegen der Sicherheit. Sondern weil er wusste: Wer keinen Platz bekommt, existiert für die Gesellschaft nicht.
Claudio Harder hat die IG Arbeit mitgegründet und bis 1996 als Geschäftsführer geprägt. Im Gespräch erzählt er, was ihn damals angetrieben hat – und welche Frage ihn bis heute beschäftigt: Wer fällt gerade durch die Lücken unseres Systems, ohne dass wir es bemerken?
Wir danken Claudio Harder herzlich für seine Offenheit, seine Zeit und dafür, dass er uns an seiner Geschichte teilhaben lässt. Sein Engagement hat die IG Arbeit zu dem gemacht, was sie heute ist.